Die Alpen- oder auch Europäische Lärche (Larix decidua) ist ein besonderer Baum aus der Familie der Kieferngewächse und extrem lichtbedürftig. Sie wirft als einziger heimischer Nadelbaum im Spätherbst ihre Nadeln ab und bildet im Frühjahr einen komplett neuen Austrieb. Als Meister des Überlebens im Hochgebirge ist sie sehr robust, wächst bis zu einer Höhe von ca. 45 Metern und kann 200, oft sogar bis 800 Jahre alt werden. Sie ist ein sogenannter Pionierbaum. Als solche werden Baumarten bezeichnet, die als Erste vegetationsfreie oder zerstörte Flächen, z.B. nach Stürmen, neu besiedeln. Aber auch so ein mächtiger Baum fängt einmal als Winzling an.
Diese kleine Lärche ist erst wenige Tage alt, liebt als Sonnenanbeterin Licht, frische Luft und - Geduld. Sie hat einen sonnigen Fensterplatz im Wintergarten bekommen, wird von mir gehegt und gepflegt und darf jetzt schon täglich ein paar Stunden auf der Terrasse verbringen, damit sie sich an das Klima gewöhnt. Sie wird von mir sogar während des "Ausganges" mit einem Netz, das man beim Grillen normalerweise z.B. als Schutz für die Salate vor Fliegen usw. verwendet, abgedeckt. Ich bin ganz heikel mit der Kleinen und sie zeigte mir nach DREI TAGEN bereits, dass sie sich wohl fühlt!
Die Geschichte meiner kleinen Alpenlärche ist folgende: Der Partner meiner Tochter hat bei einer seiner Wandertouren als Bergwanderführer im Spätherbst kleine, geöffntete Zapfen gesammelt. Die geflügelten Samen wurden herausgelöst und im Kühlschrank in einem feuchten Sandgemisch 6 Wochen aufbewahrt. Die Samen benötigen eine Kälteperiode um zu keimen. Im Frühjahr sind die Keimlinge in kleine Töpfchen mit nährstoffarmer Anzuchterde gesät worden. Nach der Keimung wächst die jetzt noch Mini-Lärche im ersten Jahr 10 bis 20 Zentimeter. Ich durfte mir ein Töpfchen mitnehmen und bin ganz gespannt, wie sich die Kleine jetzt bei mir entwickelt. Die Europäische Lärche wurde in Österreich übrigens zum Baum des Jahres 2026 gewählt!
Genießt das Wochenende!
Liebe Grüße
11i
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